Fließgewässer-Renaturierungsmaßnahmen

Daten und Fakten

Auftraggeber

Umweltbundesamt, Dessau

Projektzeitraum

2010–2014

fvorlStrategien zur Optimierung von Fließgewässer-Renaturierungsmaßnahmen und ihrer Erfolgskontrolle

Zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtline wurden und werden deutschlandweit eine Vielzahl von Fließgewässern renaturiert. Erste Erfolgskontrollen zeigen positive Effekte der Maßnahmen besonders auf die Artengemeinschaften der Aue; bewertungsrelevante Effekte auf die aquatischen Organismengruppen wurden nur in geringerem Umfang beobachtet.

Das Projekt hatte zum Ziel, die Konzeption und Umsetzung von Fließgewässer-Renaturierungsmaßnahmen und ihre Erfolgskontrolle stufenweise aus hydromorphologischer und biologischer Sicht (Makrozoobenthos, Makrophyten, Fische) zu verbessern, unter Auswertung umfangreicher Monitoring-Daten der Bundesländer und vorliegender Untersuchungen.

Es wurden hydromorphologische Effizienzkriterien des guten und sehr guten ökologischen Zustands im räumlichen Kontext der Fließgewässersysteme ermittelt und in gewässertypspezifische Steckbriefe integriert. Als steuernde Faktoren der biozönotischen Reaktion auf hydromorphologische Renaturierungen wurden das Wiederbesiedlungspotenzial, die Ausbreitungsfähigkeit aquatischer Organismen sowie der Einfluss stofflicher Bedingungen untersucht.

Die Ergebnisse fließen in ein Verfahren zur Priorisierung und zur Abschätzung des Erfolgs geplanter oder bereits durchgeführter Maßnahmen ein. Ein solches Verfahren zur Erfolgskontrolle wurde entwickelt, das als Ergänzung zum operativen Monitoring fungiert und eine Erfassung erster Effekte von Renaturierungsmaßnahmen ermöglicht.

Die Bearbeitung erfolgte in Kooperation mit Universität Duisburg-Essen (Fakultät für Biologie, Aquatische Ökologie), Senckenberg, Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt sowie Institut für Gewässerökologie und Fischereibiologie Jena.

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